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Klinische Studie: Multiple Seklerose – Magnetfeldtherapie

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose Magnetfeldtherapie kann helfen

Multiple Sklerose: Krankheitsbild und Pathophysiologie

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei greift das Immunsystem die Myelinscheiden der Nervenfasern an. Dies führt zu:

  • Verlust der Nervenleitfähigkeit

  • Rückbildung von Muskeln durch fehlende Reize

  • spastischen Lähmungen

  • vielfältigen neurologischen Symptomen wie Sensibilitätsstörungen, Fatigue und Sehstörungen.

Die Erkrankung ist bis heute nicht heilbar. Ziel aller therapeutischen Ansätze ist daher eine Linderung der Symptome, Verlängerung schubfreier Intervalle und Verbesserung der Lebensqualität.

Wirkprinzip der Magnetfeldtherapie bei Multipler Sklerose

Magnetfelder können die Krankheitsursache nicht heilen, jedoch auf vielfältige Weise die Symptomatik beeinflussen:

  • Verbesserung der Durchblutung und Mikrozirkulation

  • antispastische Effekte

  • Stabilisierung neuronaler Funktionen durch zelluläre Energiebereitstellung (ATP)

  • positive Wirkungen auf Schlaf, Fatigue und Stimmungslage

Studienlage zur Magnetfeldtherapie bei Multipler Sklerose

Antispastische Effekte

  • 38 MS-Patienten, Behandlung 1 Woche lang, 2× täglich (Nielsen & Jakobsen, 1996).

    • Ergebnis: Eindeutiger antispastischer Effekt im Vergleich zu Placebo.

Verbesserungen neurologischer Funktionen

  • 30 MS-Patienten, 2-monatige Behandlung (Richards et al., 1997).

    • Ergebnisse: Positiver Einfluss auf Spastik, Blasenkontrolle, kognitive Fähigkeiten, Mobilität, Müdigkeit und Sehvermögen.

Fatigue-Symptomatik

  • 4-wöchige Magnetfeldbehandlung, 2× täglich 16 Minuten (Mostert & Kesselring, 2005).

    • Ergebnisse: Verbesserung der Müdigkeit bei 18 % der Teilnehmer (vs. 7 % in der Placebogruppe).

    • Hinweis: Wegen kleiner Fallzahl statistisch nicht signifikant.

Breiteres Symptomprofil

  • 76 MS-Patienten, 3-wöchige Behandlung (Brola et al., 2002).

    • Ergebnisse:

      • Keine Verbesserung der Motorik

      • Deutliche Besserung von Muskeltonus, Missempfindungen, Schmerzen, emotionaler Kontrolle, Angst und depressiven Gedanken im Vergleich zu Placebo.

Klinische Relevanz

Die Studien zeigen, dass die Magnetfeldtherapie bei MS vor allem auf symptomatischer Ebene wirkt:

  • Reduktion von Spastik und Schmerzen

  • Besserung der Blasenkontrolle und Mobilität

  • positive Effekte auf Fatigue, Depression und Angstzustände

Damit könnte sie als ergänzende Therapie in der neurologischen Rehabilitation und im langfristigen Krankheitsmanagement einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Ergebnisse sind vielversprechend, wenngleich aufgrund teils kleiner Fallzahlen eine Bestätigung durch größere randomisierte Studien erforderlich ist.


Quellen

  • Nielsen JF, Jakobsen J. Antispastic effect of PEMF in multiple sclerosis. Mult Scler. 1996 Dec;2(5):227-32.

  • Richards TL, Lapin MS, Cunningham CA. Effects of PEMF in multiple sclerosis. J Altern Complement Med. 1997 Summer;3(2):205.

  • Mostert S, Kesselring J. Effects of pulsed magnetic field therapy on fatigue in multiple sclerosis. Mult Scler. 2005 Jun;11(3):302-5.

  • Brola W, Wegrzyn W, Czernicki J. Effects of PEMF therapy in multiple sclerosis patients. Wiad Lek. 2002;55(3-4):136-43.

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